Injektionstechnik: Risse verpressen & Druckwasser abdichten

Injektionstechnik · Warendorf

Injektionstechnik: Risse verpressen & Druckwasser abdichten

Ein Riss in der Kellerwand, Wasser an der Fuge zwischen Boden und Wand oder ein feuchter Streifen am Sockel: Oft lässt sich so ein Schaden gezielt per Injektion beheben – ohne den Garten aufzugraben. Herbert Gausepohl aus Warendorf beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Schutz von Gebäuden gegen Feuchtigkeit und kommt persönlich zu Ihnen. Getreu dem Motto: „Damit aus einem kleinen Riss kein Abriss wird.“

Horizontalsperre und Rissverpressung an einer Wand – Referenz von Gausepohl Bautenschutz
Aus unseren Referenzen: Horizontalsperre – Rissverpressung

Was ist Injektionstechnik?

Bei der Injektion wird ein Abdichtungsmittel über kleine Bohrlöcher genau dorthin gebracht, wo das Wasser durchkommt. So wird die Stelle von innen heraus abgedichtet. Wir setzen Injektionen vor allem für drei Aufgaben ein: Risse verpressen, Druckwasser abdichten und aufsteigende Feuchte mit einer Horizontalsperre stoppen.

Risse verpressen (Rissinjektion) in Beton und Mauerwerk

Risse in Betonwänden, im Mauerwerk und an Arbeitsfugen verpressen wir mit einem Spezialharz aus zwei Komponenten. Das Harz härtet auch bei Nässe aus und verbindet die beiden Seiten des Risses wieder fest miteinander (kraftschlüssig).

  • Wir bohren schräg zum Riss, sodass der Bohrkanal den Riss im Inneren der Wand trifft.
  • In die Bohrlöcher kommen sogenannte Packer – kleine Einfüllstutzen, über die das Harz eingepresst wird.
  • Breitere Risse (über etwa 2 mm) werden vorher an der Oberfläche verschlossen, damit kein Harz herausläuft.
  • Bei senkrechten oder schrägen Rissen beginnen wir am tiefsten Punkt und arbeiten uns nach oben vor. Dabei kontrollieren wir, ob der Riss vollständig gefüllt ist.
  • Zum Schluss werden die Packer entfernt und die Bohrlöcher mit Mörtel verschlossen.
Prinzipskizze Rissinjektion: Packer entlang eines Risses in der Betonwand, Bohrkanal kreuzt den Riss, Harz füllt den Riss
Prinzipskizze: So wird ein Riss verpresstZum Vergrößern antippen oder anklicken

Aus der Praxis: Risse und Rissinjektion

Diese Fotos stammen aus unserer eigenen Arbeit. Oben sehen Sie typische Risse in Kellerwänden, durch die Feuchtigkeit eindringt. Unten sehen Sie, wie wir solche Risse verpressen: Entlang des Risses setzen wir Packer, über die das Harz in den Riss gepresst wird.

Waagerechter Riss in einer Kellerwand mit weißen Ausblühungen darunter
Riss in der Kellerwand mit Ausblühungen
Riss in einer hellen Kellerwand mit bräunlichen Feuchtigkeitsspuren
Riss mit Feuchtigkeitsaustritt
Gesetzte Injektionspacker entlang eines senkrechten Risses in der Kellerwand
Gesetzte Injektionspacker entlang des Risses
Rissverpressung: Reihe von Injektionspackern in einem verschlossenen Riss in der Kellerwand
Rissverpressung: Packer im verdämmten Riss
Langer Riss in der Kellerwand mit zahlreichen Injektionspackern nach dem Verschließen der Oberfläche, darunter Rostspuren
Viele Packer entlang eines langen Risses bis zum Boden

Druckwasser abdichten: Boden-Wand-Fuge und wasserführende Stellen

Drückt Wasser von außen in den Keller, kommt es oft an der Fuge zwischen Bodenplatte und Wand herein – oder durch Hohlräume in den untersten Steinreihen. Diese Stellen verpressen wir von innen mit einem Spezialharz, das auch unter Wasser aushärtet. Je nach Haus gehört dazu:

  • Boden-Wand-Fuge verpressen: Schräg gebohrte Kanäle treffen die Fuge, das Harz füllt sie und dichtet sie gegen drückendes Wasser ab.
  • Alte Bitumenpappe unterpressen: Liegt am Wandfuß eine undichte Pappe-Sperre, wird der Hohlraum darunter mit Harz gefüllt.
  • Hohlräume im Mauerwerk füllen: Kanäle, durch die Wasser in der Wand läuft, werden verpresst. Bei Bedarf sichern wir auch die Ecke zur Nachbarwand ab, damit das Wasser nicht seitlich ausweicht.
  • Kombination: Ist die Wand zusätzlich durchfeuchtet, kann eine Horizontalsperre mit einer Harzverpressung kombiniert werden.
Prinzipskizze Druckwasser-Abdichtung: Die Fuge zwischen Kellerwand und Bodenplatte wird von innen über einen schrägen Bohrkanal mit Harz verpresst
Prinzipskizze: Verpressung der Boden-Wand-Fuge von innenZum Vergrößern antippen oder anklicken

Horizontalsperre und Flächensperre per Injektion

Gegen aufsteigende Feuchte setzen wir eine Reihe kleiner Bohrlöcher im Abstand von etwa 25 cm, meist knapp über dem Kellerboden. Darüber gelangt das Mittel im schonenden Niederdruckverfahren (unter 10 bar) ins Mauerwerk und macht es wasserabweisend. So entsteht eine Sperrzone, über die keine Feuchtigkeit mehr nach oben steigt. Das schont die Bausubstanz – deshalb eignet sich das Verfahren auch für denkmalgeschützte Gebäude. Zum Schluss werden die Bohrlöcher mit gipsfreiem Mörtel verschlossen.

Prinzipskizze Horizontalsperre per Injektion: Bohrlochreihe knapp über dem Kellerboden, Sperrzone stoppt aufsteigende Feuchte
Prinzipskizze: Horizontalsperre gegen aufsteigende FeuchteZum Vergrößern antippen oder anklicken

Fehlt die Abdichtung außen an der Kellerwand oder ist sie kaputt, dringt Feuchtigkeit auch seitlich in die Wand ein. Dann setzen wir mehrere Bohrlochreihen übereinander. Die Sperrzonen überlappen sich und bilden eine Flächensperre.

Prinzipskizze Flächensperre: mehrere Bohrlochreihen übereinander bilden eine durchgehende Sperrzone gegen seitlich eindringende Feuchte
Prinzipskizze: Flächensperre gegen seitlich eindringende FeuchteZum Vergrößern antippen oder anklicken

Woran Sie erkennen, dass eine Injektion helfen kann

  • Risse in der Kellerwand, im Mauerwerk oder im Beton
  • Nasse Stellen am Kellerboden oder sogar Pfützen nach starkem Regen
  • Wasser an der Fuge zwischen Boden und Wand oder dort, wo Rohre durch die Wand gehen
  • Ein feuchter Streifen am Sockel, bröckelnder Putz oder weiße Salzränder
  • Muffiger Geruch im Keller

Feuchtigkeit verschwindet nicht von allein. Je länger sie im Mauerwerk steckt, desto größer – und teurer – wird der Schaden. Ob eine Injektion bei Ihnen die richtige Lösung ist, klären wir vor Ort.

So gehen wir vor

  1. Sie melden sich – einfach per Telefon oder E-Mail. In Warendorf bekommen Sie meist innerhalb von 2 bis 3 Werktagen einen Termin.
  2. Schadensanalyse vor Ort: Herbert Gausepohl kommt persönlich vorbei, misst die Feuchte im Mauerwerk und findet heraus, woher das Wasser kommt. Das dauert bis zu 2 Stunden und kostet etwa 100 bis 150 €. Wenn Sie uns danach den Auftrag geben, schreiben wir Ihnen diesen Betrag gut.
  3. Sie erhalten ein klares, unverbindliches Angebot mit den nötigen Arbeiten und entscheiden in Ruhe.
  4. Bohren und Packer setzen: Wir bohren die Injektionslöcher genau an den Stellen, die bei der Analyse festgelegt wurden.
  5. Injektion: Das Harz bzw. das Sperrmittel wird eingebracht. Dabei kontrollieren wir, ob Riss, Fuge oder Mauerwerk richtig gefüllt sind.
  6. Abschluss: Packer raus, Bohrlöcher mit Mörtel verschließen, Baustelle sauber hinterlassen.

Wie lange dauert es, bis die Wand trocken ist?

Nach einer Horizontal- oder Flächensperre braucht das Mittel etwa 3 Wochen, um sich in der Wand zu verteilen. Danach müssen das Wasser und das Mittel aus der Wand verdunsten. Das kann je nach Witterung 2 bis 3 Monate dauern.

Hier sind wir für Sie da

Unser Betrieb ist in Warendorf zu Hause. Rissinjektion und Injektionstechnik bieten wir auch in den Nachbarorten an:

Häufige Fragen

Muss für eine Injektion der Garten aufgegraben werden?

Nicht immer. Risse, die Boden-Wand-Fuge und aufsteigende Feuchte lassen sich oft von innen per Injektion abdichten. Was bei Ihnen passt, klären wir bei der Schadensanalyse vor Ort.

Was ist ein Packer?

Ein kleiner Einfüllstutzen, der in das Bohrloch gesetzt wird. Über ihn wird das Harz in den Riss oder die Fuge gepresst. Danach wird er entfernt und das Loch mit Mörtel verschlossen.

Funktioniert die Injektion auch, wenn die Wand nass ist?

Ja. Für Risse und Fugen bei Druckwasser verwenden wir ein Spezialharz, das auch bei Nässe und unter Wasser aushärtet.

Ist das Problem nach der Abdichtung sicher gelöst?

Die abgedichtete Stelle ist dicht. Bei Druckwasser gilt aber ehrlich gesagt: Gibt es an der Außenabdichtung noch weitere Schwachstellen, die man vorher nicht sehen kann, sucht sich das Wasser manchmal einen anderen Weg. Dann lässt sich die Abdichtung gezielt erweitern.

Was kostet eine Rissinjektion?

Das hängt davon ab, wie groß der Schaden ist und woher das Wasser kommt. Deshalb nennen wir einen Preis erst nach der Besichtigung – dann bekommen Sie ein klares, unverbindliches Angebot.

Was kostet die Schadensanalyse vor Ort?

Etwa 100 bis 150 €, sie dauert bis zu 2 Stunden. Wenn Sie uns danach den Auftrag geben, schreiben wir Ihnen diesen Betrag gut.

Geht das auch bei alten oder denkmalgeschützten Häusern?

Ja. Bei der Horizontalsperre arbeiten wir im schonenden Niederdruckverfahren mit weniger als 10 bar. Das schont die Bausubstanz und eignet sich auch für denkmalgeschützte Gebäude.

Gerne besuchen wir Sie zu einer Schadensanalyse.

Sie haben Fragen, benötigen eine Beratung oder möchten uns Ihr Problem schildern? Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail.

Wir sind auch für Sie da in

WhatsApp